|
Am
24. Juni 2006 ist die Richtlinie zur Sicherung der
Qualität von Dialyse-Behandlungen nach §§ 136 und 136a
SGB V nach vorheriger Veröffentlichung im
Bundesanzeiger in Kraft getreten.
In dieser
Qualitätssicherungs-Richtlinie Dialyse haben
Kassen, die KBV und Vertreter der Dialyseärzte einen
Qualitätssicherungsdatensatz definiert, der elektronisch
zu generieren und zu übermitteln ist. Dieser
Qualitätssicherungsdatensatz besteht aus einem
Basisblock (für Stichpro-benprüfungen) und einem
Ergänzungsblock für einrichtungsübergreifende
qualitätssichernde Maßnahmen (Benchmarking).
Der
Basisblock mit den Elementen Praxisidentifikation,
Patientenstamm-daten, Nephrologische Grunddaten,
Qualitätsmarker Hämodialyse und Qualitätsmarker
Peritonealdialyse ist im Rahmen der Abrechnung
quar-talsweise an die zuständige KV zu übermitteln.
Der
Ergänzungsblock für das einrichtungsübergreifende
Benchmarking umfasst die Praxisidentifikation,
Serum-Albumin, Kalzium, Phosphat, Blutdruck, Wochendosis
Erythropoietin, HbA1c bei Diabetes mellitus, Gabe von
Wachstumshormonen (bei Dialysepatienten bis 20 Jahre).
Diese Daten des Ergänzungsblocks sind vierteljährlich an
einen akkre-ditierten Berichtersteller weiter zu leiten.
Dessen Aufgabe ist die Daten-auswertung, die Erstellung
eines Quartals-Benchmarking-Berichtes und die
Bereitstellung der Auswertung an die teilnehmenden
Zentren. |
Obligatorische Daten des Basisblocks
Die für
die Quartalsabrechnung benötigten verpflichtenden Daten
des Basisblocks werden im Qualitätssicherungs-modul (QiD)
von IndiCation.Net nach den KBV-Vorgaben generiert und
exportiert und als komprimierte, verschlüsselte Datei
zur Verfügung gestellt. Die Daten können dann auf
Datenträger gespeichert und an die KV weitergeleitet
werden.
Daten des Ergänzungsblocks
Zur
Durchführung von einrichtungsübergreifenden Verglei-chen
werden sämtliche Daten des Ergänzungsblocks in
IndiCation.Net erfasst und wahlweise für die
Benchmarking-Systeme QuasyNeT der Deutschen
Dialysegesellschaft oder EuCliD von Fresenius Medical
Care zur Verfügung gestellt. Die Programmadaptionen und
der Datenexport erfolgen über einen Connector in
IndiCation.Net. Somit können IndiCation-Anwender wählen,
welchem System sie sich anschließen möchten, um die
gesetzlichen Qualitätssicherungs-Anfor-derungen zu
erfüllen. |